Sichtschutz im Garten – Schritt für Schritt austauschen

Jeder Garten durchlebt Veränderungen. Die erste Lösung gleich nach dem Hausbau richtet sich meistens nach dem Budget, das Bauherren zu diesem Zeitpunkt noch übrig haben. Für den Kauf großer Pflanzen und das Anlegen kunstvoller Beete reicht das Geld oftmals nicht aus – und bei all dem Stress, den eine Baustelle mit sich bringt, könnte man das Thema Sichtschutz auch einfach völlig vergessen haben. Nach dem Einzug stellen die stolzen Hausbesitzer dann fest, dass quasi bei jeder Mahlzeit Passanten und Nachbarn mit am Tisch sitzen und auch der Garten rundherum völlig einsehbar ist. Nun muss eine schnelle und bitte günstige Lösung her, die die neugierigen Blicke aus dem Garten und aus der Wohnung hält.

Welche Sichtschutz Varianten gibt es?

Sehr naheliegend wären natürlich Mauern, durch die bekanntlich niemand hindurch schauen könnte. An mancher Stelle mag dies auch tatsächlich angebracht sein – doch als wirkliche Lösung schreckt viele Gartenbesitzer einfach der optische Aspekt ab: Man fühlt sich, wie in einem Gefängnis, selbst, wenn auf den Mauern kein Stacheldraht gewickelt ist. Ein freier Ausblick ist nicht möglich, es entstehen schattige und dauerhaft dunkle, also feuchte Gartenregionen, in denen das Moos wuchert – und sonst nichts. Um wirklich als Sichtschutz zu fungieren, müssen die Mauern auch eine gewisse Höhe haben, was die Problematik in jeder Hinsicht verstärkt.

Zäune sind eine willkommene Umrandung für Grundstücke. Diese gibt es in verschiedensten Varianten: Aus Metall, aus Holz, in Kombination aus beiden Materialien, einmal schlicht und dann wieder verschnörkelt. Doch auch ein Zaun muss eine gewisse Höhe haben, um gegen Blicke von außen zu schützen. Außerdem sollte, sofern ein Sichtschutz erzielt werden will, auch möglichst dicht gearbeitet werden, denn durch die Ritzen, zum Beispiel zwischen zwei Zaunlatten, kann man schon einmal durch lugen. Vielleicht noch witzig, wenn der Nachbarshund beim Grillen die Nase durch den Zaun steckt – doch gegen ungenierte Blicke bei einem Sonnenbad im eigenen Garten sollte doch eine blickdichtere Variante helfen.

Hecken sind ein weiterer natürlicher und sehr beliebter Sichtschutz. Jeder weiß, wie viele Sorten Hecken es gibt: Eine Runde durch eine Siedlung reicht meist schon aus, um einen Eindruck davon zu bekommen. Im Ranking der beliebtesten Hecken sind Buche (rot und grün), Buchsbaum, Thujen und beispielsweise auch Liguster ganz weit oben. Aber auch hier ergibt sich schnell ein Problem: Je größer die Pflanzen gekauft werden, umso teurer sind sie. Kleine Pflänzchen brauchen Jahre, bis eine Hecke entsteht, die diesen Namen auch wirklich verdient hat. Moderne Bambushecken wachsen schnell, aber auch sie brauchen eine gewisse Zeit, um als Sichtschutz tauglich zu sein.

Die Liste aller Sichtschutz Varianten ließe sich noch lange fortführen: Paravents und Gabionen, Matten und Planen, natürlich Bäume und Sträucher – doch wie bereits erwähnt, haben all diese Dinge ihre Nachteile, die entweder in einer nicht gewünschten Optik, in einem zu hohen Anschaffungspreis oder einer langen Wachstumsphase liegen.

Bambus pflanzen für einen baldigen Wechsel

 Gartenbesitzer, die es nicht abwarten können und wollen, bis sich eine Hecke in 20 Jahren langsam entwickelt oder einen Zaun mit Lücken weiter abdecken wollen, können mit Bambuspflanzen nicht nur modernes Flair in ihren Garten holen, sondern auch eine schnelle endgültige Bepflanzung erreichen, die als Sichtschutz wunderbar funktioniert. Die Übergangslösungen können günstig und von eher geringerer Haltbarkeit sein; wobei ein Paravent zum Beispiel ja auch umgesetzt und an anderer Stelle weiter verwendet werden kann. Wo ein Baum als Blickschutz optimal wäre, kann ein Bambus im Kübel schnell für entsprechende Verhältnisse sorgen. Der riesige Vorteil ist, dass dieser Kübelbambus in ein bis zwei Jahren eine Höhe erzielt, die kein Obst-, Laub- oder Nadelbaum in dieser Zeit erreichen könnte.

Die wichtigsten Voraussetzungen, dass ein solcher Plan gelingen kann, kurz zusammengefasst:

  • Die Bambuspflanzen müssen für diesen Standort geeignet sein. Es gibt Sorten für Halbschatten, Schatten oder die direkte Sonne.

  • Erkundigen Sie sich, ob der ausgewählte Bambus eine Wurzelsperre benötigt. Vergessen Sie diese, wird statt einem gezielten Wachstum ein wildes Wuchern, gegen das man mit der Zeit machtlos wird.

  • Bambus ist als Pflanze relativ anspruchslos – vorausgesetzt, der Gärtner vermeidet (vor allem im Kübel) Trockenheit und Staunässe und düngt in den warmen Monaten regelmäßig mit einem geeigneten Produkt.

  • Je nachdem, in welcher Region Sie wohnen, kann es sein, dass Sie nur wirklich winterharten Bambus für das Pflanzen in Ihren Garten benutzen können. Da Kübel an geschützten Orten überwintern können, ist hier die Auswahl einfacher. Wichtig ist, dass auch im Winter für genügend, aber auch nicht zu viel Feuchtigkeit gesorgt wird.

 

Attraktive Kombinationsmöglichkeiten ergeben sich auch durch Bambus als Werkstoff und als Pflanze. So kann eine Sichtschutzwand aus Bambusmatten für schnelle Wirkung sorgen, während der Bambus in seinem Beet oder Kübel heranwächst. Natürlich, leicht zu verarbeiten und vergleichsweise günstig – was will man mehr?

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