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Bambus schneiden, auslichten und verjüngen.

Bambus ist zwar kein Formgehölz wie Buchsbaum oder Eibe, sondern gehört botanisch gesehen zu den Gräsern / Riesengräsern. Dennoch lässt sich Bambus sehr gut schneiden und damit eignet er sich ebenso gut zum Gestalten formaler Hecken. Aber auch als Solitär braucht Bambus zumindest einmal im Jahr einen pflegenden Schnitt, um in Form zu bleiben und um unschöne, einzelne Halme zu entfernen.

Bambus sollte immer dann geschnitten werden, wenn er

  • dichter und kompakter wachsen soll
  • zu groß oder aus der Form geraten ist
  • wegen Lichtmangels verkahlt
  • krank oder beschädigt ist.

So geht der Korrekturschnitt bei Bambus im ersten Standjahr

Im jungen Stadium sollte man den Bambus nicht schneiden, da sich zunächst einmal ausreichend Blattmasse für die Photosynthese bilden sollte. Wenn es dann später vonnöten sein sollte, schneiden Sie Bambus vor dem Austrieb der neuen Blätter. Sie vermeiden dadurch Schäden am frischen Blattgrün. Beim ersten Korrekturschnitt bei jungen Bambuspflanzen werden im Grunde wie beim Haare schneiden nur die „Spitzen“ geschnitten. Kürzen Sie dabei seitlich herausragende oder weit überhängende Seitenhalme auf die gewünschte Höhe. Schneiden Sie dabei den Bambushalm jeweils oberhalb eines Halmsegments (Internodie) ab. Dadurch vermeiden Sie das Austrocknen der Bambushalmenden und fördern zugleich den Wuchs neuer grüner Blätter, die beim Schirmbambus an der Schnittstelle dann wie hübsche, grüne Puschel aussehen.

Der erste Korrekturschnitt stabilisiert Bambushecken auf ganzer Länge.

Der erste Korrekturschnitt einer Bambushecke kann auch durch das Kürzen überhängender Bambushalme erfolgen. Kürzen Sie dazu überstehende Bambushalme, wie oben beschrieben, jeweils um ein Halmsegment. Die Halme richten sich anschließend von alleine wieder auf, ordnen sich ein und stabilisieren durch den neuen Austrieb die gesamte Bambushecke. Einzelne, das Allgemeinbild störende Bambushalme schneiden Sie beim ersten Korrekturschnitt im Frühling einfach bodennah ab. Gleiches gilt für zu dicht wachsenden Bambus.

Der Hauptschnitt hält Bambus und Bambushecken in Form

Bambus wächst schnell und mit den Jahren werden die Halme immer länger. Anders als Gehölze wachsen Bambushalme innerhalb einer kurzen Saison von Null auf ihre Endhöhe. Am jährlichen Schnitt kommen Sie bei Bambus und formalen Bambushecken also kaum vorbei, es sei denn, Sie wünschen sich einen dichten, undurchdringbaren Bambuswald und haben auch den entsprechenden Platz dafür.
Der richtige Zeitpunkt für den Hauptschnitt des Bambus ist nach dem Entfalten der Seitenäste. Beim Hauptschnitt schneiden Sie die bis dahin hoch geschossenen Bambushalme auf das gewünschte Niveau bzw. auf die gewünschte Heckenhöhe zurück. Schneiden Sie dazu den Bambushalm, so wie weiter oben bereits beschrieben, stets direkt oberhalb eines Halmsegments (Internodie) ab.

Tipp: Längere Bambushecken aus Fargesia-Bambus können Sie auch mit der Heckenschere schneiden bzw. trimmen. Die stärkeren Halme des Phyllostachys-Bambus sollten Sie dagegen nur einzeln mit einer Rosen- oder Astschere schneiden.

Bambus auslichten und Platz schaffen für frisches Grün

Mit den Jahren wird Bambus immer breiter. Zu dicht wachsender Bambus neigt dann auch zu verkahlen. Um das zu vermeiden sollten Sie Ihren Bambus von Zeit zu Zeit auslichten. Entfernen Sie dazu zu dicht stehende, kranke, zu hohe, zu dünne, zu alte oder trockene Bambushalme aus der Pflanzung. Ihr Bambus wird es Ihnen mit einem gesunden Neuaustrieb danken. Entfernen Sie beim Verjüngen von Phyllostachys bis zu einem Drittel der vorhandenen Bambushalme, so bleibt ein gesundes Gleichgewicht zwischen neuen und alten Trieben erhalten.

Bambus im Pflanzkübel schneiden

Schneiden Sie Ihren Bambus im Pflanzkübel so wie oben beschrieben. Zusätzlich sollten Sie Bambus etwa alle drei Jahre austopfen, um auch die Wurzeln um etwa ein Drittel einzukürzen. Dadurch wird die Bambuspflanze angeregt, neue Feinwurzeln zu bilden. Topfen Sie anschließend Ihren Bambus in frisches, strukturstabiles Pflanzkübelsubstrat (Frux Bambuserde). Achten Sie dabei auf unsere Pflanztipps für Bambus im Kübel.

Bambus schneiden, auslichten und verjüngen. Bambus ist zwar kein Formgehölz wie Buchsbaum oder Eibe, sondern gehört botanisch gesehen zu den Gräsern / Riesengräsern. Dennoch lässt sich Bambus... mehr erfahren »
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Bambus schneiden, auslichten und verjüngen.

Bambus ist zwar kein Formgehölz wie Buchsbaum oder Eibe, sondern gehört botanisch gesehen zu den Gräsern / Riesengräsern. Dennoch lässt sich Bambus sehr gut schneiden und damit eignet er sich ebenso gut zum Gestalten formaler Hecken. Aber auch als Solitär braucht Bambus zumindest einmal im Jahr einen pflegenden Schnitt, um in Form zu bleiben und um unschöne, einzelne Halme zu entfernen.

Bambus sollte immer dann geschnitten werden, wenn er

  • dichter und kompakter wachsen soll
  • zu groß oder aus der Form geraten ist
  • wegen Lichtmangels verkahlt
  • krank oder beschädigt ist.

So geht der Korrekturschnitt bei Bambus im ersten Standjahr

Im jungen Stadium sollte man den Bambus nicht schneiden, da sich zunächst einmal ausreichend Blattmasse für die Photosynthese bilden sollte. Wenn es dann später vonnöten sein sollte, schneiden Sie Bambus vor dem Austrieb der neuen Blätter. Sie vermeiden dadurch Schäden am frischen Blattgrün. Beim ersten Korrekturschnitt bei jungen Bambuspflanzen werden im Grunde wie beim Haare schneiden nur die „Spitzen“ geschnitten. Kürzen Sie dabei seitlich herausragende oder weit überhängende Seitenhalme auf die gewünschte Höhe. Schneiden Sie dabei den Bambushalm jeweils oberhalb eines Halmsegments (Internodie) ab. Dadurch vermeiden Sie das Austrocknen der Bambushalmenden und fördern zugleich den Wuchs neuer grüner Blätter, die beim Schirmbambus an der Schnittstelle dann wie hübsche, grüne Puschel aussehen.

Der erste Korrekturschnitt stabilisiert Bambushecken auf ganzer Länge.

Der erste Korrekturschnitt einer Bambushecke kann auch durch das Kürzen überhängender Bambushalme erfolgen. Kürzen Sie dazu überstehende Bambushalme, wie oben beschrieben, jeweils um ein Halmsegment. Die Halme richten sich anschließend von alleine wieder auf, ordnen sich ein und stabilisieren durch den neuen Austrieb die gesamte Bambushecke. Einzelne, das Allgemeinbild störende Bambushalme schneiden Sie beim ersten Korrekturschnitt im Frühling einfach bodennah ab. Gleiches gilt für zu dicht wachsenden Bambus.

Der Hauptschnitt hält Bambus und Bambushecken in Form

Bambus wächst schnell und mit den Jahren werden die Halme immer länger. Anders als Gehölze wachsen Bambushalme innerhalb einer kurzen Saison von Null auf ihre Endhöhe. Am jährlichen Schnitt kommen Sie bei Bambus und formalen Bambushecken also kaum vorbei, es sei denn, Sie wünschen sich einen dichten, undurchdringbaren Bambuswald und haben auch den entsprechenden Platz dafür.
Der richtige Zeitpunkt für den Hauptschnitt des Bambus ist nach dem Entfalten der Seitenäste. Beim Hauptschnitt schneiden Sie die bis dahin hoch geschossenen Bambushalme auf das gewünschte Niveau bzw. auf die gewünschte Heckenhöhe zurück. Schneiden Sie dazu den Bambushalm, so wie weiter oben bereits beschrieben, stets direkt oberhalb eines Halmsegments (Internodie) ab.

Tipp: Längere Bambushecken aus Fargesia-Bambus können Sie auch mit der Heckenschere schneiden bzw. trimmen. Die stärkeren Halme des Phyllostachys-Bambus sollten Sie dagegen nur einzeln mit einer Rosen- oder Astschere schneiden.

Bambus auslichten und Platz schaffen für frisches Grün

Mit den Jahren wird Bambus immer breiter. Zu dicht wachsender Bambus neigt dann auch zu verkahlen. Um das zu vermeiden sollten Sie Ihren Bambus von Zeit zu Zeit auslichten. Entfernen Sie dazu zu dicht stehende, kranke, zu hohe, zu dünne, zu alte oder trockene Bambushalme aus der Pflanzung. Ihr Bambus wird es Ihnen mit einem gesunden Neuaustrieb danken. Entfernen Sie beim Verjüngen von Phyllostachys bis zu einem Drittel der vorhandenen Bambushalme, so bleibt ein gesundes Gleichgewicht zwischen neuen und alten Trieben erhalten.

Bambus im Pflanzkübel schneiden

Schneiden Sie Ihren Bambus im Pflanzkübel so wie oben beschrieben. Zusätzlich sollten Sie Bambus etwa alle drei Jahre austopfen, um auch die Wurzeln um etwa ein Drittel einzukürzen. Dadurch wird die Bambuspflanze angeregt, neue Feinwurzeln zu bilden. Topfen Sie anschließend Ihren Bambus in frisches, strukturstabiles Pflanzkübelsubstrat (Frux Bambuserde). Achten Sie dabei auf unsere Pflanztipps für Bambus im Kübel.

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