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Der richtige Winterschutz für Bambus

Winterschutz für Bambus fängt an mit dem Kennen der Winterhärtezone Ihrer Region

Der beste Winterschutz für Bambus fängt mit dem Kauf der richtigen Bambuspflanze für Ihre Winterhärtezone an. Einerseits weil es naturbedingt große Unterschiede in Bezug auf die Winterhärte einzelner Bambus-Sorten gibt, andererseits weil es in Deutschland große klimatische Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen gibt. Dies zeigt die Winterhärtenzonen-Karte deutlich.

Beispiel: Wenn Sie in einer Weinbauregion (Winterhärtezone 9a bis 8a) wohnen, werden Sie (fast) jeden Bambus über den Winter bringen. Wohnen Sie dagegen am Alpenrand (Winterhärtezone 7a bis 5b), brauchen Sie einen absolut winterharten, robusten Bambus, der auch Temperaturen bis -26°C aushält, zum Beispiel die Sorten aus der Wellborn 'Africa' Serie.

Neben den Temperaturen beeinflussen auch Wind, Schnee und Regen Pflanzen, die den Winter über draußen bestehen müssen. Treffen Barfröste auf unvorbereiteten und ungeschützten Bambus, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser nicht überlebt, hoch. Dagegen übersteht winterfest eingepackter oder tief verschneiter Bambus selbst tiefe Minusgrade meist unbeschadet.
Mindestens ebenso schlimm wie Kälte wirkt sich andauernde Bodentrockenheit auf Bambus aus. Das gilt insbesondere für Bambus im Pflanzkübel, da dieser ja nur einen begrenzten Wurzelraum zur Verfügung hat und mit seinen Wurzeln nicht in tiefe, noch Wasser führende Regionen vordringen kann. Wer seinen Bambus liebt, gießt ihn deshalb bei lang anhaltender Trockenheit im Winter an frostfreien Tagen.
Tipp: Bevor Sie Ihren Bambus kaufen, lernen Sie die Winterhärtezone Ihrer Region kennen und entscheiden Sie sich dann für eine Bambus-Sorte, die mit diesen klimatischen Verhältnissen normalerweise gut zurecht kommt.

Winterschutz für jungen und frisch gepflanzten Bambus

Ganz ähnlich ist die Situation für frisch gepflanzte Bambuspflanzen. Auch ihre Wurzeln sind noch zu kurz, um tiefer gelegenen, feuchte Erdschichten zu erreichen. Junger, frisch gepflanzter Bambus braucht deswegen in den ersten zwei, drei Jahren leichten Winterschutz und sollte bei Trockenheit an frostfreien Tagen gegossen werden.

Die 6 wichtigsten Winterschutzmaßnahmen für Bambus im Garten und im Pflanzkübel

1. Der richtige Standort. Je schattiger ein Bambus im Winter steht, desto besser für ihn. Wintersonne weckt Bambus nämlich zur falschen Zeit zu neuen Leben. Er treibt an, Wasser schießt in seine Leitungsbahnen, doch schon die nächste harte Frostnacht lässt die Leitungsbahnen im Inneren reißen. Sie kennen das Problem platzender Gartenwasserleitungen im Winter? Bambus, andere Gehölze und Bäume reagieren mindestens genauso empfindlich.

2. Beschattung. Wenn ein schattiger Platz nicht den ganzen Winter über gegeben ist, sollten Sie Ihren Bambus aktiv mittels Schattiergewebe, Vlies oder einer Schilfmatte beschatten. Alle drei genannten Methoden schützen gleichzeitig auch gegen Austrocknen durch Wind.

3. Natürlicher Winterschutz durch Schnee. Der beste Schutz gegen Barfröste und Austrocknen durch Wind ist Schnee. Schnee isoliert hervorragend und deswegen sollten Sie ihn auf dem Bambus und vor allem auf seinem Wurzelbereich unbedingt liegenlassen. Nur nassen Schnee auf Phyllostachys-Bambus sollten Sie abschütteln, weil er Schneebruch verursachen könnte. Fargesia-Bambus hält dagegen eine Schneedecke hervorragend aus. Die einzelnen Bambushalme richten sich nach der Schneeschmelze von alleine wieder auf.

4. Gießen an frostfreien Tagen. Kalte Winde / Ostwinde trocknen die Böden auch im Winter aus. Gießen Sie mit durchdringend mit leicht temperierten Wasser, aber ohne den Bambus dabei zu ertränken.

5. Winterschutzdecke aus Laub. Laub isoliert hervorragend und ist im Herbst in Gärten oft im Überschuss vorhanden. Bauen Sie mit vier oder fünf Pflanzstäben und Hasendraht rund um die Bambuspflanze eine Art Silo und füllen sie ihn etwa 50 bis 100 cm auf mit Laub, Heu oder Stroh. Die Laubschicht isoliert, verlangsamt schnelles und tiefes Einfrieren und verhindert gleichzeitig auch das Austrocknen des Bodens. Damit das trockene Laub nicht bei Wind aus dem Silo fliegt, drücken Sie das Drahtgeflecht einfach von allen Seiten von oben in Richtung Mitte und verschließen Sie den Silo so.

6. Winterschutz für Bambus im Pflanzkübel. Entweder Sie graben den Pflanzkübel mit dem Bambus den Winter über in ein leer geräumtes Beet UND ergreifen zusätzlich die oben genannten Winterschutzmaßnahmen für Bambus im Garten. Oder Sie isolieren den Pflanzkübel dick mit Noppenfolie, Styropor oder einer Kokosmatte. Die genannten Winterschutzmatten federn das schnelle Durchfrieren des Pflanzkübels ab. Stellen Sie den Bambus im Pflanzkübel anschließend dicht an die Hauswand in den Schatten und kontrollieren Sie die Bodenfeuchtigkeit von Zeit zu Zeit. Stellen Sie außerdem den Pflanzkübel auf Füße, damit Wasser sofort frei ablaufen kann und gießen Sie bei Bedarf an frostfreien Tagen.

Tipp: Die sicherste Methode, Bambus im Pflanzkübel über den Winter zu bringen, ist das Eingraben des Pflanzkübels.

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Der richtige Winterschutz für Bambus

Winterschutz für Bambus fängt an mit dem Kennen der Winterhärtezone Ihrer Region

Der beste Winterschutz für Bambus fängt mit dem Kauf der richtigen Bambuspflanze für Ihre Winterhärtezone an. Einerseits weil es naturbedingt große Unterschiede in Bezug auf die Winterhärte einzelner Bambus-Sorten gibt, andererseits weil es in Deutschland große klimatische Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen gibt. Dies zeigt die Winterhärtenzonen-Karte deutlich.

Beispiel: Wenn Sie in einer Weinbauregion (Winterhärtezone 9a bis 8a) wohnen, werden Sie (fast) jeden Bambus über den Winter bringen. Wohnen Sie dagegen am Alpenrand (Winterhärtezone 7a bis 5b), brauchen Sie einen absolut winterharten, robusten Bambus, der auch Temperaturen bis -26°C aushält, zum Beispiel die Sorten aus der Wellborn 'Africa' Serie.

Neben den Temperaturen beeinflussen auch Wind, Schnee und Regen Pflanzen, die den Winter über draußen bestehen müssen. Treffen Barfröste auf unvorbereiteten und ungeschützten Bambus, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser nicht überlebt, hoch. Dagegen übersteht winterfest eingepackter oder tief verschneiter Bambus selbst tiefe Minusgrade meist unbeschadet.
Mindestens ebenso schlimm wie Kälte wirkt sich andauernde Bodentrockenheit auf Bambus aus. Das gilt insbesondere für Bambus im Pflanzkübel, da dieser ja nur einen begrenzten Wurzelraum zur Verfügung hat und mit seinen Wurzeln nicht in tiefe, noch Wasser führende Regionen vordringen kann. Wer seinen Bambus liebt, gießt ihn deshalb bei lang anhaltender Trockenheit im Winter an frostfreien Tagen.
Tipp: Bevor Sie Ihren Bambus kaufen, lernen Sie die Winterhärtezone Ihrer Region kennen und entscheiden Sie sich dann für eine Bambus-Sorte, die mit diesen klimatischen Verhältnissen normalerweise gut zurecht kommt.

Winterschutz für jungen und frisch gepflanzten Bambus

Ganz ähnlich ist die Situation für frisch gepflanzte Bambuspflanzen. Auch ihre Wurzeln sind noch zu kurz, um tiefer gelegenen, feuchte Erdschichten zu erreichen. Junger, frisch gepflanzter Bambus braucht deswegen in den ersten zwei, drei Jahren leichten Winterschutz und sollte bei Trockenheit an frostfreien Tagen gegossen werden.

Die 6 wichtigsten Winterschutzmaßnahmen für Bambus im Garten und im Pflanzkübel

1. Der richtige Standort. Je schattiger ein Bambus im Winter steht, desto besser für ihn. Wintersonne weckt Bambus nämlich zur falschen Zeit zu neuen Leben. Er treibt an, Wasser schießt in seine Leitungsbahnen, doch schon die nächste harte Frostnacht lässt die Leitungsbahnen im Inneren reißen. Sie kennen das Problem platzender Gartenwasserleitungen im Winter? Bambus, andere Gehölze und Bäume reagieren mindestens genauso empfindlich.

2. Beschattung. Wenn ein schattiger Platz nicht den ganzen Winter über gegeben ist, sollten Sie Ihren Bambus aktiv mittels Schattiergewebe, Vlies oder einer Schilfmatte beschatten. Alle drei genannten Methoden schützen gleichzeitig auch gegen Austrocknen durch Wind.

3. Natürlicher Winterschutz durch Schnee. Der beste Schutz gegen Barfröste und Austrocknen durch Wind ist Schnee. Schnee isoliert hervorragend und deswegen sollten Sie ihn auf dem Bambus und vor allem auf seinem Wurzelbereich unbedingt liegenlassen. Nur nassen Schnee auf Phyllostachys-Bambus sollten Sie abschütteln, weil er Schneebruch verursachen könnte. Fargesia-Bambus hält dagegen eine Schneedecke hervorragend aus. Die einzelnen Bambushalme richten sich nach der Schneeschmelze von alleine wieder auf.

4. Gießen an frostfreien Tagen. Kalte Winde / Ostwinde trocknen die Böden auch im Winter aus. Gießen Sie mit durchdringend mit leicht temperierten Wasser, aber ohne den Bambus dabei zu ertränken.

5. Winterschutzdecke aus Laub. Laub isoliert hervorragend und ist im Herbst in Gärten oft im Überschuss vorhanden. Bauen Sie mit vier oder fünf Pflanzstäben und Hasendraht rund um die Bambuspflanze eine Art Silo und füllen sie ihn etwa 50 bis 100 cm auf mit Laub, Heu oder Stroh. Die Laubschicht isoliert, verlangsamt schnelles und tiefes Einfrieren und verhindert gleichzeitig auch das Austrocknen des Bodens. Damit das trockene Laub nicht bei Wind aus dem Silo fliegt, drücken Sie das Drahtgeflecht einfach von allen Seiten von oben in Richtung Mitte und verschließen Sie den Silo so.

6. Winterschutz für Bambus im Pflanzkübel. Entweder Sie graben den Pflanzkübel mit dem Bambus den Winter über in ein leer geräumtes Beet UND ergreifen zusätzlich die oben genannten Winterschutzmaßnahmen für Bambus im Garten. Oder Sie isolieren den Pflanzkübel dick mit Noppenfolie, Styropor oder einer Kokosmatte. Die genannten Winterschutzmatten federn das schnelle Durchfrieren des Pflanzkübels ab. Stellen Sie den Bambus im Pflanzkübel anschließend dicht an die Hauswand in den Schatten und kontrollieren Sie die Bodenfeuchtigkeit von Zeit zu Zeit. Stellen Sie außerdem den Pflanzkübel auf Füße, damit Wasser sofort frei ablaufen kann und gießen Sie bei Bedarf an frostfreien Tagen.

Tipp: Die sicherste Methode, Bambus im Pflanzkübel über den Winter zu bringen, ist das Eingraben des Pflanzkübels.

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